Wissenschaftliche/n Mitarbeiterin / Mitarbeiter (w/m/d) - Indirekte optische Geometriemessung mittels fluoreszierenden Partikeln.

Das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen bietet zum 1. September 2022 – unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe – eine Position an für eine/einen

Wissenschaftliche/n Mitarbeiterin / Mitarbeiter (w/m/d) (Entgeltgruppe E13 TV-L, Vollzeit)

befristet für 3 Jahre (mit der Option der Verlängerung um 2 Jahre) im Forschungsgebiet

Indirekte optische Geometriemessung mittels fluoreszierenden Partikeln.

Die Befristung erfolgt zur wissenschaftlichen Qualifikation nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz). Demnach können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechenden Umfang über Qualifizierungszeiten nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG verfügen.

Ihre Aufgaben:

  • Erarbeiten eines scannenden konfokalen Messaufbaus für die Anregung und Detektion von fluoreszierenden Mikropartikeln
    • Auswahl von geeigneten fluoreszierenden Partikeln
    • Erstellen eines modellbasierten Signalverarbeitungsalgorithmus zur Bestimmung der Oberflächenposition des Messobjekts
    • Realisierung einer technischen Lösung zum Aufbringen und Entfernen von Mikropartikeln
  • Erweitern des Aufbaus, um eine Geometriemessung an unterschiedlichen Materialien und Geometrien zu ermöglichen
  • Untersuchen der Störeinflüsse von optischen Materialparametern und Oberflächengradienten, -radien sowie -rauheiten
  • Publikation der Forschungsergebnisse in internationalen Zeitschriften und auf internationalen Konferenzen.

Ihr Profil:

  • Überdurchschnittlicher Masterabschluss in Physik, Chemie oder Elektrotechnik
  • Laborerfahrung mit optischen (Mess-)Systemen, idealerweise mit Mikroskopen, Fluoreszenz und Spektroskopie
  • Programmierkenntnisse z.B. mit Python, MatLab oder LabView zur Datenanalyse und Visualisierung wünschenswert
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, nachgewiesene Kenntnisse im wissenschaftlichen Schreiben (z. B. Abschlussarbeit, Zeitschriftenpublikation)
  • Eigenverantwortliche und zielorientierte Arbeitsweise, hohe Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit.

Wir bieten:

  • Ein interdisziplinäres, dynamisches und familienfreundliches Team
  • Hochaktuelle und gesamtgesellschaftlich bedeutsame Forschungstätigkeit in einem wissenschaftlich hoch angesehenen Förderprogramm der EU – eine einzigartige Karrierechance!
  • Exzellente Ausstattung und eigene Gestaltungsmöglichkeiten
  • Möglichkeit zur Erstellung hochwertiger Publikationen
  • Zusammenarbeit und wissenschaftlichen Austausch mit nationalen und internationalen Experten

Die Universität Bremen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen im Wissenschafts-bereich an und fordert deshalb Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Eine besondere Unterstützung wird für Eltern u.a. durch die Kinderbetreuung angeboten. Näheres finden Sie unter:

https://www.uni-bremen.de/familie/beschaeftigte-mit-kindern/uni-klex-kinderbetreuung-flexibel/

https://www.uni-bremen.de/familie/beschaeftigte-mit-kindern/notfallbetreuung/

Schwerbehinderte werden bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt. Internationale Bewerbungen bzw. Bewerbungen in englischer Sprache sind willkommen.

Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, die Sie bitte bis zum 17. Mai 2022 unter Angabe der Kennziffer A131/22 an folgende Adresse senden:

BIMAQ – Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft
Prof. Dr.-Ing. habil. A. Fischer

Linzer Str. 13
28357 Bremen

Bitte reichen Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben Ihr Interesse an dem Projekt beschreibend und darstellend, wie Sie die Anforderungen unter „Ihr Profil“ erfüllen, Lebenslauf, Master- und Bachelorzeugnis, Publikationsliste falls vorhanden und Zusammenfassung der Masterarbeit (eine Seite)) nur Kopien und keine Mappen ein, da wir sie nicht zurücksenden können. Alternativ und bevorzugt können Sie Ihre Bewerbungs­unterlagen in elektronischer Form als eine pdf-Datei (inkl. des Anschreibens, max. 10 MB) an Enable JavaScript to view protected content. senden.

Zusätzliche Informationen zum InOGeM Forschungsprojekt:

Optische Verfahren ermöglichen schnelle und präzise Geometriemessungen, allerdings nur, wenn genügend Lichtenergie von der Oberfläche des Objekts zur Detektionseinheit reflektiert wird. Aus diesem Grund mussten bisher für jeden Oberflächentyp spezifische Messverfahren entwickelt werden, wie z. B. die Deflektometrie für stark reflektierende Oberflächen.

InOGeM wird einen Paradigmenwechsel einleiten, um ein einziges Messverfahren zu entwickeln, das auf jede Oberfläche anwendbar ist und eine Auflösung im Submikrometerbereich ermöglicht: Anstatt die Oberfläche des Objekts zu messen, wird die Geometrie des umgebenden Gases gemessen. Das umgebende Gas wird mit Hilfe winziger, gut kontrollierter fluoreszierender Partikel oder Moleküle, eines konfokalen Mikroskops und einer modellbasierten Signalverarbeitung, die eine Auflösung im Submikrometerbereich ermöglicht, optisch erfasst. Damit werden neue Wege für die Beurteilung von z. B. additiv gefertigten Teilen und Leichtbaukomponenten aus Faserverbundwerkstoffen beschritten, da die indirekte Messung weniger empfindlich gegenüber den variierenden optischen Eigenschaften der Oberfläche und des Materials des Messobjekts ist. Darüber hinaus sind indirekte optische Geometriemessungen an stark gekrümmten oder lichtdurchlässigen Objekten auch durch einen begrenzten Zugang möglich, was derzeit als unmöglich gilt. Solche schwierigen Bedingungen treten z.B. bei Zahnrädern und additiv gefertigten Teilen auf, so dass InOGeM ein großes Potenzial für lärmarme Getriebe (E-Mobilität) und Brennstoffzellen (Wasserstoff) hat. Damit werden schnelle Geometriemessungen mit einer heute unerreichbaren Präzision unterhalb der klassischen Grenzen im Nanometerbereich für eine Vielzahl von Anwendungen erreicht. Durch die Entwicklung einer neuen Klasse von Messgeräten hebt InOGeM den Bereich der optischen Geometriemessung auf eine neue Stufe.

Kontakt

Andreas Fischer
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.
Telefon: +49 (0)421 218 646 00

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